Aktuelles Im Detail


20.11.09

Als erstes zahtechnisches Labor in Deutschland nutzen wir Methoden, die aus dem ursprünglichen sprichwörtlichen „Handwerk“ des Dentaltechnikers ein digitalisiertes Handwerk machen. Dabei  kommen Materialien und Verfahren zum Einsatz, die wir weltweit als Erstes Dentallabor einsetzten.  Modelle zum Giessen von Brücken, Kronen oder Ähnlichem werden beispielsweise nicht mehr von Hand gefertigt, sondern entstehen mit Hilfe dreidimensionaler Computertechnik am PC. Somit ist es seit Anfang des Jahres möglich, präzisere Modelle zu fertigen, Material einzusparen und Zahnärzte schneller zu beliefern.Wurden Zahnersätze aus verschiedensten Materialen bislang noch von Hand gefertigt, schafft der Einsatz des so genannten „Rapid Prototyping“ (RP) völlig neue Möglichkeiten: Ein spezieller „3Shape“-Scanner übermittelt die Bilder eines herkömmlichen Gebissabdruckes des Zahnarztes an ein offenes Computer-Programm. Hier wird dann am Bildschirm und mit Hilfe einer speziellen 3-D-Maus ein Gussmodell für Kronen oder Brücken erstellt. Alle Werkzeuge, die wir normalerweise am realen Objekt verwenden, gibt es zur Bearbeitung auch in diesem PC-Programm. Sobald das Modell fertig ist, werden alle Daten digital an eine RP-Maschine übermittelt. Schicht für Schicht wird für den bleibenden Zahnersatz in der RP-Maschine der Firma envisionTEC ein Modell aus einem Wachs-Kunststoff Material aufgebaut. Danach wird der Zahnersatz von einem gedruckten Stützgerüst befreit und kann dann wie ein normales Wachsmodell auf ein Gipsmodell der Zähne und der Kiefer auf korrekten Sitz überprüft, und herkömmlich weiterverarbeitet werden.Mittels dieser Methode wird gewährleistet, dass Zeit und Material eingespart werden können. Außerdem ist es möglich, dass alle gewünschten Metalle für den abschließenden Guss verwendet werden können. Zudem werden die Daten des Patienten gespeichert, sodass jederzeit die Daten wieder aufgerufen und verwendet werden können.

Mit dem RP haben wir uns beim diesjährigen Innovationspreis der Städteregion Aachen und den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg beworben. Durch den Innovationspreis werden all jene Unternehmen ausgezeichnet, die aufgrund innovativer Entwicklungen für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Aachen von besonderem Interesse sind. In den drei Kategorien Gründung, Wachstum und  Handwerk wurden jeweils drei Betriebe der insgesamt 44 Bewerber nominiert. Am 20. November 2009 wurde im Rahmen eines Festabends der Preis verliehen.

Wir freuen uns sehr, dass wir das zuständige Kuratorium von uns überzeugen konnten und dass unsere Arbeit auch in Form eines Preises Anerkennung gefunden hat.